Karam Kriya und die Monatszahl 6

Willkommen im Juni

Wenn ich an die Qualitäten des Junis denke, dann fallen mir zwei Personen ein:
Meine Schwester, die im Juni Geburtstag hat (❤️✊🏼⚔️🙏🏼❤️)
– und Wonder Woman.

Als Vorbereitung für diesen Text habe ich weder Zeit noch Mühe gescheut, um mich tiefsinnig und feingeistig dem Thema zu nähern. Ich habe mir die Filme „Wonder Woman“ und „Justice League“ angesehen.
[Viele Leute glauben ja, Karam Kriya wäre eine etwas abgehobene, intellektualisierte Art, sich einen Knoten in den Kopf zu denken.
Kann man, muss man aber nicht… 😏]

Warum also Wonder Woman?

Eine archetypische Qualität der Zahl 6 ist die der spirituellen Kämpferin, wie sie von Wonder Woman verkörpert wird.

Im Unterschied zum Soldaten, der Befehle ausführt, verteidigt die spirituelle Kämpferin Werte der Menschheit oder tritt ein für einen Wert, der verloren gegangen ist oder der im Streben nach der Verwirklichung des wahren menschlichen Potentials ein „Must-Have“ ist.
Dabei sind diese Werte kein persönlicher moralischer Kompass, der sich je nach Umgebung, Zeit oder beteiligten Personen verändert. Diese Werte sind universelle, ethische Maßstäbe, die die Welt ein bisschen besser machen.

Moral kommt automatisch.
Wir lernen sie von unseren Bezugspersonen, in der Schule, von unserem Umfeld.
Werte verlangen eine bewusste Entscheidung.
Hier spüren wir die Qualität der nahen Zahl 4: das Reflektierende aus der Selbstbeobachtung, das notwendigerweise erst nach innen Gewandte.
Diese Fähigkeit der Selbstwahrnehmung, gepaart mit unserem Gewissen, erlaubt uns, eine freie Entscheidung für Veränderung zu treffen.

[Veränderung wünschen wir uns oft, aber eher selten springen wir freudig erregt auf, wenn Veränderung an unsere Haustür klopft:
Oft warten wir solange, bis uns äußere Umstände dazu zwingen. Freiwillig und proaktiv aus dem Quark zu kommen, bedeutet, dass wir aufgewacht sind. Deutlich sehen wir dann den Unterschied zwischen dem, was wir gerade sind und dem, was in uns ist und darauf wartet, manifestiert zu werden.]

Vor jedem Kampf im Außen steht der Kampf im Inneren, der die Wertebasis konsolidiert. Im Austausch mit anderen verfestigt sich die Basis zu einem festen, stabilen und überprüften Fundament:
Aus dem gemeinsamen Singen am Lagerfeuer entwickelt sich der markerschütternde Schlachtruf für das ewig Wahre, Gute, Schöne.

„Früher wollte ich die Welt retten. Den Krieg beenden und der Menschheit Frieden bringen. Aber dann sah ich die Dunkelheit, die in ihrem Licht lebt, und lernte, dass in jedem von ihnen immer beides sein wird.
Eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Etwas, das kein Held jemals besiegen wird.

Und jetzt weiß ich, dass nur die Liebe die Welt wirklich retten kann.
Also bleibe ich, ich kämpfe und gebe; für die Welt, von der ich weiß, dass sie sein kann.
Das ist jetzt meine Mission.
Für immer.“

Eine spirituelle Kämpferin ist nicht zu verwechseln mit dem Prinz auf dem Schimmel, der ausreitet, um die Holde zu befreien oder zu retten. Ihr ist bewusst, dass es unsere Entscheidungen sind, die bestimmen wer wir sind; weit mehr als unsere Fähigkeiten.

Sie kämpft auch für die unter uns, bei denen ihre Gegenspieler sagen, sie seien es nicht wert. Sie hat sich entschieden und ist durch nichts und niemandem von ihrem Weg abzubringen.

Die Zahl 6 wird auch assoziiert mit Stille, Gebet, Anmut, Grazie, Eleganz und Stärke.
Im Rückzug, in der Stille finden wir die Erinnerung an unsere Kraft, um für allgemein gültige Werte aufzustehen:

“Und zwischen meinen Gebeten legte ich ein Gelübde ab, dass ich mir meiner Stärke immer bewusst sein würde.“

Die Monatszahl

ist eine von 5 Zahlen des Geburtsdatums.

Wie bei einem Baum hat jede Zahl eine Aufgabe:
Der Same ist wie die DNA des Baumes. Die Wurzeln versorgen dem Baum mit Nährstoffen. Der Stamm und die Äste geben ihm eine Form und Struktur. Die Blüte öffnet sich dem Leben und den Möglichkeiten des Moments und der Zukunft. Die Frucht ist die Erfüllung des natürlichen Zyklus des Lebens, die Realisierung unserer Gesamtheit mit all den unterschiedlichen Aspekten, die wir in uns tragen.

Karam Kriya ist keine Wahrsagerei.
Und auch dieser Text ist nichts weiter als eine grobe Annäherung, der grundlegende Qualitäten im Kontext der Charakteristika des 6. Monats beschreibt.
Manchmal wird der Begriff „Karmazahl” für die Monatszahl im Geburtsdatum benutzt, was eine etwas unglückliche Verkürzung der notwendigen Gesamtschau ist und dem Quadranten nicht gerecht wird. Und häufig führt der Begriff zu einer Bäh!-Assoziation: Wer will schon Karma haben…!

Allgemein beschreibt die Monatszahl Qualitäten, die eine karmische Struktur erschaffen können:

  • Konstrukte und Konstruktionen (sowohl mentale als auch physische, die wiederum den physischen und mentalen Raum erschaffen, in dem wir leben.)
  • Strategien, Schemata und Strukturen
  • das Vehikel, das uns auf unserer Reise von A nach B bringt
    (wobei wir hier mit der latenten Gefahr der Über-Identifizierung mit dem Fahrzeug konfrontiert sind, was uns das eigentliche Ziel unserer Reise aus den Augen verlieren lässt).
  • Es kann wie eine Dekoration, ein Mantel sein, oder wie eine Maske (die nach außen präsentierte Persönlichkeit; das Selbstbild, die Projektion, die Manifestation des Egos).

Die Zahl des Monat gibt Form und Struktur, in der wir uns gerne bequem einrichten. Das macht „Form & Struktur“ aber noch nicht per se zu etwas Karmischen. Wir sind’s, die die Verantwortung tragen:

Sei es für ein bequemes Einrichten oder ein herausforderndes Ausrichten.

Die Zahl 6 als Monatszahl 

beschreibt die Herausforderung, Stille zu akzeptieren  – ohne dabei jedoch die Stimme für den Kriegsschrei zu verlieren, der der Auftakt und die Einleitung zum Handeln ist.
Aus der Stille zu handeln ist wie im Auge des Sturms zu sein:
Der Sturm kann laut und tosend sein, doch im Innersten ist Ruhe, Stille und Bewegungslosigkeit.
Die Bewegungslosigkeit ist entspannt. Es ist keine eingefrorene Starre als Resultat von Unsicherheit und Zweifel. Es ist kein angstvolles Schweigen. 

Oder, zurück zu Wonder Woman:
„Du kannst nicht in Angst leben.
Entweder erschaffst Du, so dass Dinge geschehen, oder sie werden dir geschehen.“

Für, nicht gegen.

Ethische Werte

Die tiefen, wert-vollen Kernüberzeugungen werden nicht durch die Ereignisse des Lebens erschüttert. Angst findet keinen Hohlraum, in den sie kriechen könnte, um unsere Überzeugungen ad absurdum zu führen:
Die Ungerechtigkeiten der Welt bedeuten nicht, den Glauben an Gerechtigkeit zu verlieren! 

“Wenn Verlust dich an deinem Glauben an Gerechtigkeit zweifeln lässt, dann hast du nie wirklich an Gerechtigkeit geglaubt.“

An dieser Stelle sind wir eingeladen, unser weltliches Verständnis von Gerechtigkeit um das yogische zu erweitern.
Handlung hat Konsequenzen.
Handeln wir aus der Stille unseres Herzens, folgen wir der Stimme unserer Seele.

Es ist ein Kampf für etwas, nicht gegen etwas.

Und egal ob für Gerechtigkeit oder einen anderen ethischen Wert:
Nur weil ethische Werte manchmal selbst von denen, die sie propagieren, nicht vollständig gelebt werden, bedeutet das nicht, dass es plötzlich sinnfrei wäre, nach ihrer Verwirklichung zu streben.

Solidarität  – Handeln zum Wohle Aller

Die Zahl 6 wird nur durch die 5 von der 4 getrennt.
Kein Kampf ist ein Kampf um seiner selbst Willen.
Unser inner Kampf zähmt unser inneres Tier, das getrieben ist von unserem Überlebensinstinkt, allgegenwärtig.
Unser äußerer Kampf ist ein altruistisches Einstehen zum Besseren für alle.

Die Zahl 6 lädt uns ein, unser Schwert zu ziehen und in den Kampf zu ziehen:
Ob es der innere Kampf um unseren persönlichen, Werte basierten und ethischen Erfolg ist oder der äußere, der uns näher an die Verwirklichung unseres humanistischen Potentials im Handeln bringt.

Dabei sind wir nicht alleine, woran uns der Schwur der Amazone Wonder Woman erinnert:

„Schwester im Kampf, ich bin Schild und Klinge für dich.
Während ich atme, werden deine Feinde kein Entkommen kennen.
Solange ich lebe, ist deine Sache die meine.“

Schwester [& Brüder],
in diesem Geiste und von Herzen wünsche ich Dir ein scharfes Schwert für einen inspirierenden Juni!

SKK

PS:

“Wir haben ein Sprichwort, mein Volk.
Töte nicht, wenn du verwunden kannst,
verwunde nicht, wenn du unterwerfen kannst,
unterwerfe nicht, wenn du besänftigen kannst,

und erhebe deine Hand nicht, wenn du sie zuvor nicht ausgestreckt hast.“

(Wonder Woman, Comic, Vol. 3, No. 25)

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